Wie Ossler Solar gemeinsam mit der Rathenower Wohnungsbaugenossenschaft und Metergrid g ̧nstigen Solarstrom direkt vom Dach in die Wohnungen bringt - und warum ̧ber 150 Menschen an einem Freitagnachmittag daf ̧r in die Pension Tivoli kamen.

Ein Freitagnachmittag, der Rathenow verändert
Am 28. Februar 2026 öffnete die Pension Tivoli in Rathenow um 14 Uhr ihre Türen für eine besondere Veranstaltung. Bereits eine halbe Stunde vorher standen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner des Bruno-Baum-Rings vor dem Eingang. Am Ende des Nachmittags waren es über 150 Menschen, die gekommen waren, um sich über ein Thema zu informieren, das für viele von ihnen bislang abstrakt klang: Mieterstrom.
Organisiert wurde die Veranstaltung von Ossler Solar Solutions GmbH, einem Berliner Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Umsetzung von Solarprojekten auf Mehrfamilienhäusern spezialisiert hat. Gemeinsam mit der Rathenower Wohnungsbaugenossenschaft (RWG) und dem Mieterstrom-Spezialisten Metergrid entsteht am Bruno-Baum-Ring eines der ambitioniertesten Mieterstromprojekte in Brandenburg: Solaranlagen mit Batteriespeichern auf drei Wohngebäuden, die insgesamt 220 Wohnungen mit günstigem, lokal erzeugtem Strom versorgen sollen.
Doch die Veranstaltung war weit mehr als eine Informationsrunde. Sie war ein Zeichen dafür, wie groß das Bedürfnis nach bezahlbarer Energie und transparenten Lösungen in der Bevölkerung ist – und wie ernst die Beteiligten dieses Bedürfnis nehmen.
Warum Mieterstrom? Die Herausforderung steigender Strompreise
Um zu verstehen, warum über 150 Menschen an einem Freitagnachmittag in eine Pension kommen, muss man sich die aktuelle Situation am Strommarkt ansehen. Für viele Haushalte in Deutschland ist die Grundversorgung der teuerste Tarif – und gleichzeitig der, in den man am leichtesten hinüberrutscht. In Rathenow liegt der Grundversorgertarif von E.DIS aktuell bei rund 43 Cent pro Kilowattstunde, dazu kommen monatliche Grundgebühren.
Das Problem ist dabei nicht allein der Preis. Es ist die Intransparenz. Netzentgelte, Umlagen, Stromsteuer – die wenigsten Verbraucher können nachvollziehen, woraus sich ihr Strompreis zusammensetzt. Tarifvergleiche sind kompliziert und zeitaufwändig. Und viele vermeintlich günstige Angebote entpuppen sich nach dem ersten Jahr als teurer als erwartet, sobald Neukundenboni wegfallen.
Mieterstrom setzt genau hier an: Der Strom wird dort erzeugt, wo er verbraucht wird – auf dem eigenen Dach. Dadurch entfallen Netzentgelte, Umlagen und Stromsteuer für den Solaranteil. Das Ergebnis: ein deutlich niedrigerer Arbeitspreis und langfristig planbare Kosten.
Im konkreten Fall des Bruno-Baum-Ring-Projekts bedeutet das: Solarstrom für 25,5 Cent pro Kilowattstunde und zertifizierter Ökostrom aus dem Netz für 28,9 Cent. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden pro Jahr ergibt sich eine Ersparnis von rund 440 Euro im Vergleich zur Grundversorgung.
Das Projekt am Bruno-Baum-Ring: Drei Gebäude, 220 Wohnungen, eine Vision
Der Bruno-Baum-Ring in Rathenow ist eine typische Wohnanlage, wie es sie in vielen ostdeutschen Städten gibt: große Mehrfamilienhäuser mit Flachdächern, bewohnt von Menschen unterschiedlicher Altersgruppen. Die drei Gebäudekomplexe – Bruno-Baum-Ring 1–10, 28–33 und 46–51 – bilden zusammen ein Quartier mit über 220 Wohneinheiten.
Auf den Dächern aller drei Gebäude werden Photovoltaikanlagen installiert, jeweils ergänzt durch Batteriespeicher. Diese Kombination ist entscheidend: Während die Solarmodule tagsüber Strom erzeugen, speichern die Batterien überschüssige Energie für die Abend- und Nachtstunden. So wird der Anteil des direkt im Haus genutzten Solarstroms maximiert – und damit auch die Ersparnis für die Mieter.
Was zusätzlich benötigt wird, kommt automatisch als zertifizierter Ökostrom aus dem öffentlichen Netz dazu. Die Mieter merken keinen Unterschied in der Nutzung. Es gibt keinen Moment ohne Strom, keine technische Umstellung, kein Risiko. Es gibt nur einen Stromtarif, eine Abrechnung und einen Ansprechpartner.
Die Planung für das Projekt begann bereits Mitte 2024. Über ein Jahr lang wurde gemeinsam mit der RWG und Metergrid geprüft, geplant und optimiert. Der Baustart ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Ab Mai 2026 sollen die ersten Haushalte Solarstrom vom eigenen Dach beziehen können.
Die Veranstaltung: Wenn eine ganze Nachbarschaft kommt

Sven Ossler von Ossler Solar eröffnet die Veranstaltung unter dem Motto „Unabhängigkeit für Rathenow“.
Dass über 150 von 220 möglichen Haushalten zur Veranstaltung kamen, ist bemerkenswert. Es zeigt, dass das Thema Stromkosten für die Bewohner nicht abstrakt ist, sondern im Alltag eine spürbare Rolle spielt. Die Pension Tivoli an der Karl-Germann-Straße in Rathenow war bis auf den letzten Platz gefüllt. An den Tischen saßen Familien, Seniorenpaare und junge Mieter nebeneinander, bei Kaffee und Kuchen.
Eröffnet wurde der Nachmittag von Sven Ossler, Geschäftsführer bei Ossler Solar, der die Veranstaltung moderierte und in einer 20-minütigen Präsentation das Projekt vorstellte. Seine zentrale Botschaft: „Die hohen Strompreise sind nicht Ihre Schuld. Aber Sie haben jetzt die Möglichkeit, etwas daran zu ändern – einfach, sicher und ohne Aufwand.“
Unterstützung aus Politik und Genossenschaft
Besonders prägend für die Veranstaltung war die Anwesenheit prominenter Gäste aus der Stadt und der Genossenschaft.

Jörg Zietemann, Bürgermeister von Rathenow, eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort und betonte die Bedeutung lokaler Energieprojekte für die Stadt. Seine Anwesenheit war für viele Bewohner ein wichtiges Signal: Dieses Projekt wird nicht nur von einem Unternehmen getragen, sondern von der ganzen Gemeinschaft.

Jens Hubald, Vorstandsvorsitzender der RWG, erklärt das Engagement der Genossenschaft.
Jens Hubald, Vorstandsvorsitzender der Rathenower Wohnungsbaugenossenschaft, sprach über die Motivation der Genossenschaft. Die RWG, seit 1954 fester Bestandteil der Stadt, verwaltet rund 500 Wohneinheiten und hat sich einem klaren Ziel verschrieben: bezahlbares und gutes Wohnen für ihre Mitglieder. Hubald brachte mit seinem Hintergrund als Stadtplaner und ehemaliger Klimaschutzmanager von Rathenow genau die richtige Perspektive mit.
Auch der stellvertretende Stadtwehrleiter Oliver Lienig war anwesend – ein weiterer Vertreter des öffentlichen Lebens in Rathenow, der durch seine Präsenz die Verankerung des Projekts in der lokalen Gemeinschaft unterstrich.
Wie funktioniert Mieterstrom? Einfach erklärt
Auf dem Dach des Wohngebäudes wird eine Photovoltaikanlage installiert. Der dort erzeugte Solarstrom fließt direkt in die Wohnungen im Haus – ohne Umweg über das öffentliche Stromnetz. Was die Solaranlage nicht abdecken kann, wird automatisch durch zertifizierten Ökostrom aus dem Netz ergänzt. Die Bewohner sind also immer voll versorgt, unabhängig von Tageszeit und Wetter.
Der entscheidende Vorteil: Da der Solarstrom keine langen Transportwege zurücklegt, entfallen für diesen Anteil die Netzentgelte, Umlagen und die Stromsteuer. Dadurch ist der Solarstrom deutlich günstiger als jeder Tarif aus dem öffentlichen Netz.
Für die Mieter ändert sich im Alltag nichts. Es gibt einen Stromtarif, eine monatliche Abrechnung und einen Ansprechpartner. Kein zweiter Vertrag, kein technisches Gerät, das bedient werden muss, keine Umstellung.
Drei Partner, eine gemeinsame Mission
Ossler Solar Solutions GmbH – Projektentwicklung und Umsetzung
Ossler Solar ist ein Berliner Unternehmen mit Sitz in der Friedrichstraße, gegründet von Sven Ossler. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung, Planung und Umsetzung von Solarprojekten spezialisiert. Am Bruno-Baum-Ring übernimmt Ossler Solar die komplette Projektsteuerung: Koordination aller Beteiligten, Qualitätssicherung, Terminplanung und die direkte Kommunikation mit den Mietern. Patryk Splitt, Projektentwickler im Team, ist der persönliche Ansprechpartner vor Ort.

Rathenower Wohnungsbaugenossenschaft (RWG) – Der vertraute Partner vor Ort
Die RWG ist seit über 70 Jahren fester Bestandteil von Rathenow. Als Genossenschaft gehört sie ihren Mitgliedern – den Mietern selbst. Die RWG stellt für das Projekt die Dachflächen zur Verfügung und begleitet die Umsetzung im Sinne ihrer Mitglieder. Vorstandsvorsitzender Jens Hubald bringt als studierter Stadt- und Regionalplaner eine einzigartige Perspektive ein.
Metergrid – Die energiewirtschaftliche Abwicklung
Metergrid ist ein Stuttgarter Unternehmen und einer der führenden Anbieter im Bereich Mieterstrom in Deutschland. Mit über 2.000 erfolgreich umgesetzten Projekten und mehr als 50.000 versorgten Bewohnern deutschlandweit übernimmt Metergrid die komplette energiewirtschaftliche Seite: Vertragsmanagement, digitale Stromzähler mit Fernauslesung, Abrechnung und Kundenservice.
Preise und Ersparnisse: Was die Zahlen sagen
Im Vergleich zum Grundversorgertarif von E.DIS (Stand Januar 2026)
Beispielrechnung: Jährliche Ersparnisse nach Verbrauch
Wichtig: Diese Preise gelten von Anfang an – ohne Neukundenbonus, ohne versteckte Erhöhungen nach dem ersten Jahr. Der Mieterstromtarif bietet langfristige Preisstabilität über 20 Jahre und mehr.
Ein zusätzlicher Vorteil: Im Rahmen des Projekts wird in jeder teilnehmenden Wohnung ein moderner, digitaler Stromzähler eingebaut – kostenlos, sofern die Anmeldung frühzeitig erfolgt. Der reguläre Preis liegt bei 199 Euro.
Stimmen aus der Veranstaltung: Nähe statt Distanz

Was die Veranstaltung von vielen Informationsrunden unterschied, war die Atmosphäre. Es gab keine sterile Vortragssituation, sondern einen Nachmittag mit Kaffee, Kuchen und offenen Gesprächen.

Die häufigsten Fragen drehten sich um die Versorgungssicherheit im Winter, den konkreten Ablauf des Zählerwechsels und die Frage, ob es einen Haken gebe. Die Antworten waren klar: Die Versorgung ist zu jeder Jahreszeit gesichert. Der Wechselprozess wird komplett begleitet. Und der einzige „Haken“ besteht darin, dass der Preisvorteil nur durch lokal erzeugten Solarstrom entsteht.

Was ist Mieterstrom? Hintergrund für Einsteiger
Der Begriff Mieterstrom beschreibt ein Modell, bei dem Strom direkt auf oder an einem Wohngebäude erzeugt und an die Mieter im selben Haus geliefert wird. In der Regel geschieht dies über Photovoltaikanlagen auf dem Dach. Dadurch entfallen Netzentgelte, Umlagen und Stromsteuer für den lokal erzeugten Anteil.
In Deutschland leben mehr als 58 Prozent aller Haushalte zur Miete. Die Dächer dieser Gebäude bieten ein enormes Potenzial für die dezentrale Stromerzeugung. Mieterstrom macht dieses Potenzial zugänglich – und bringt die Energiewende dorthin, wo sie bisher kaum ankam: in die Mietwohnung.
Die Teilnahme ist freiwillig. Erfahrungswerte aus ähnlichen Projekten zeigen jedoch Teilnahmequoten von über 80 Prozent.
Warum Mieterstrom für Wohnungsbaugenossenschaften besonders interessant ist
Genossenschaften stehen vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen bezahlbaren Wohnraum bieten und gleichzeitig in die Zukunftsfähigkeit ihrer Bestände investieren. Mieterstrom bietet hier eine Lösung, die beides verbindet. Für die Genossenschaft entstehen keine Investitionskosten. Gleichzeitig profitieren ihre Mitglieder von dauerhaft günstigerem Strom.
Darüber hinaus ist Mieterstrom ein sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit und Innovation.
Ein Modell auch für Eigentümer und Vermieter
Was in Rathenow mit einer Genossenschaft funktioniert, funktioniert auch für private Eigentümer von Mehrfamilienhäusern. Das Dachpachtmodell macht den Einstieg besonders einfach: Der Gebäudeeigentümer stellt die Dachfläche zur Verfügung und erhält eine Pachteinnahme. Planung, Installation, Betrieb und Abrechnung werden vollständig übernommen.
Wie geht es weiter? Der Zeitplan
Für die Mieter läuft der Prozess denkbar einfach ab: Nach der Anmeldung wird ein individueller Termin für den Zählerwechsel vereinbart. Der Wechsel des Stromlieferanten wird komplett durch Metergrid koordiniert.

Fazit: Mieterstrom als Blaupause für bezahlbare Energie
Die Veranstaltung am 28. Februar 2026 in der Pension Tivoli hat gezeigt, was möglich ist, wenn Unternehmen, Genossenschaften und Kommunen an einem Strang ziehen. Über 150 Menschen kamen nicht wegen eines Versprechens, sondern wegen einer konkreten, greifbaren Lösung für ein Problem, das sie täglich betrifft: zu hohe Stromkosten.
Das Mieterstromprojekt am Bruno-Baum-Ring ist ein Beispiel dafür, wie die Energiewende in der Breite funktionieren kann – nicht als abstraktes politisches Ziel, sondern als spürbare Verbesserung im Alltag von Mietern.
Für Wohnungsbaugenossenschaften, Eigentümer und Vermieter in ganz Deutschland zeigt Rathenow, dass Mieterstrom kein Experiment mehr ist. Es ist ein ausgereiftes, standardisiertes Modell mit erfahrenen Partnern und nachweisbaren Ergebnissen.
Sie möchten wissen, ob Mieterstrom auch für Ihre Immobilie in Frage kommt? Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Erstberatung: info@ossler-solar.de oder +49 30 91732195.

Über Ossler Solar Solutions GmbH
Ossler Solar Solutions GmbH ist ein Berliner Unternehmen für die Entwicklung, Planung und Umsetzung von Solarprojekten. Spezialisiert auf Mieterstrom, Dachverpachtung und Batteriespeichersysteme (BESS) für Mehrfamilienhäuser und Gewerbedachflächen.
Kontakt: info@ossler-solar.de | +49 30 91732195 | www.ossler-solar.de
Adresse: Friedrichstraße 155, 10117 Berlin
